Der Krieger- und Soldatenverein Zeitlarn nahm am 16. August 2019 von seinem ältesten Mitglied Franz Alt Abschied, der eine Woche vor seinem 98. Geburtstag verstorben ist.

Der Verstorbene war der letzte Kriegsteilnehmer im Verein, der den zweiten Weltkrieg als Soldat in der Wehrmacht mitmachen musste.

Im Alter von 20 Jahren wurde Franz Alt im Dezember 1941 zum Kriegsdienst einberufen und im Februar 1942 nach Russland abkommandiert.

Er machte die sowjetische Winteroffensive, die Panzerschlacht um die Waffenschmiede mit der Stadt Tula mit. Nach der Genesung einer Verletzung  folgte im Januar 1944 die Verlegung mit dem Pz. Ers. Btl.21 nach Ungarn und Mitte April nach Nordfrankreich.

Bei der Landung der Alliierten am 06. Juni 1944 kam es zu schweren Gefechten mit den Amerikanern, bei der am 24. Juli die Pz. Div. der er angehörte total vernichtet wurde.

Am 16. Dezember 1944 folgte der Einsatz zur Ardennenoffensive, hier wurde er abermals verwundet. Nach seiner Genesung endete der Krieg für Franz Alt am

  1. Mai 1945 in seinem Heimatort Hillstett bei Rötz.

 

Er war Träger

der Ostmedaille der Winterschlacht 1941 / 42

des Panzerkampfabzeichens in Bronze und Silber

des Verwundetenabzeichens in Schwarz und Silber

und dem Eisernen Kreuzes II. Klasse.

 

2009 hatte er seine Kriegserlebnisse in einem Buch niedergeschrieben.

Solange es seine Gesundheit und sein hohes Alter erlaubten, nahm er am Vereinsleben teil.

Mit einer großen Fahnenabordnung wurde Franz Alt an seinem 98. Geburtstag zu Grabe getragen.

Die Kameraden vom Krieger- und Soldatenverein Zeitlarn werden Herrn Franz Alt und allen gefallenen, vermissten und getöteten Soldaten beider Weltkriege, sowie den Soldaten der Bundeswehr die ihr Leben im Auslandseinsatz für das Deutsche Vaterland lassen mussten, stets ein ehrendes Gedenken bewahren.